Sakku ohne Sonne: dafür gibts 230V

Sakku Akku Ladegerät

Noch während der Lehre hab ich mir ein sakku gekauft. Nicht nur um damit meine Gadgets immer mit Strom zu versorgen, sondern auch weil die Tasche gut aussieht und alle meine elektronischen Begleiter vor Schlägen und anderen Widrigkeiten des Lebens schützt. Von meinen früheren Blogposts (hier), wissen wir, dass die Solarpanels in der Schweiz nicht sehr effektiv sein können, somit muss für ein dauerhaft gefüllter Akku eine andere Lösung her. In einem weiteren Blogpost habe ich mich genauer damit befasst. So wissen wir, dass es nicht möglich ist, den Akku per Solarpanelanschluss zu laden, denn dort sitzt eine Diode, welche das messen der Spannung über dem Akku verhindert, was aber leider für eine lebenserhaltende Ladung des Akkus nötig ist. Zum Glück funktioniert das Laden aber über den 12V-Zigarettenanzünderanschluss. Schon damals hatte ich mich auf die Suche nach einer integrierteren Schaltung gemacht, denn schliesslich soll dieses Ladegerät auch einigermassen mobil sein. Gefunden war ziemlich schnell was, doch ein kaputter Elko (natürlich mit den dazugehörigen Dämpfen) und ein Jahr Militär hat das Projekt arg verzögert. Heute hatte ich dann endlich Zeit das Projekt erfolgreich zu beenden. Denn schliesslich will neben meinem iPhone auch mein neuer Sennheiser  MM-400 Bluetooth-Kopfhörer immer mit Strom versorgt werden.
Somit darf ich präsentieren:

Mein Sakku-Akku-Ladegerät mit Ladezustandsanzeige.

Sakku Akku Ladegerät

Es besteht aus einem alten Notebookladegerät welches ein Lademodul für NiMh Akkus speisst. (ELV Link)
Den Akku im Sakku habe ich mit einem Akku-Monitor (ELV Link) ausgestattet, so habe ich jederzeit den Überblick über den Akkuladezustand.

Ladegerät

Sakku Akku Ladegerät

Sakku Akku Ladegerät

Mit dem “Universal-Lademodul LM 16” von ELV ist es möglich NiCd und NiMh Akkus mit bis zu 16 Zellen lebenserhaltend zu laden, was soviel bedeutet, dass die Akkuladung mit -ΔU überwacht wird und somit sichergestellt ist, dass der Akku nicht überladen wird. Das Modul erwartet eine Eingangspannung von 8–30 V, genau das richtige für ein altes Notebooknetzteil.
Der Bausatz ist einfach zu bauen und nach einigen Konfigurationen der Schaltung durch Widerstände auch direkt einsatzbereit, wenn der Informatiker aber so geschickt ist,  die Schaltung kurzzuschliessen, damit den Elektrolytkondensator dazu bringt sich zu überhitzen und seinen Inhalt in den Raum zu verteilen, hat man zuerst mit anderen Problemen zu kämpfen ;)
Per Zigarettenanzünder-Stecker  wird dieses Ladegerät an den Akku geschlossen, lädt dieses und stellt automatisch bei vollem Akku ab.

Akku-Monitor

Sakku Akku Ladegerät

Sakku Akku Ladgerät

Da der Geek auch unterwegs immer über alles informiert sein will, möchte er natürlich auch wissen, für wie lange der Akku seine Gadgets noch mit Strom versorgen kann. Darum habe ich neben dem Ladegerät noch einen Akku-Monitor (auch von ELV) an den Akku angebaut. Dieser Monitor bleibt die ganze Zeit am Akku angeschlossen und misst den Strom welcher hinein und hinaus fliesst. So kann jederzeit der aktuelle Ladezustand des Akkus angezeigt werden, sogar Selbstentladung und Temperaturunterschiede werden dabei eingerechnet.
Auch hier muss der Bausatz für den Akkutyp angepasst werden, dieses mal mit SMD-Widerstände, doch nach dem Elko-Unfall schreckt man vor nichts mehr zurück.

Einkaufsliste

Die Einkaufsliste ist nicht sehr lange:

  • Universal-Lademodul LM 16 (CHF 38,07)
  • NiCd-/NiMH-Akku-Monitor NAM 10 (CHF 16,71)
  • Zigarettenanzünder-Stecker (ca. CHF 4)
  • Notebooknetzteil (aus dem Elektroschrott)
  • Plastikgehäuse (ca. CHF 10)
  • Schrumpfschlauch, Kabel, etc. (ca. CHF 5)

Womit man auf ca. CHF 75.00 kommt. Sicher nicht gerade so billig wie die Sonne, doch durchaus vertretbar dafür, dass sein Sakku-Akku immer schön geladen ist. Und man lernt vieles dabei! Ich jedenfalls habe mich in Elektronik weitergebildet, gelernt SMD-Widerstände zu löten und, dass ein ElKo ziemlich gut riechen kann, wenn man falsch mit ihm umgeht.


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