[NY 2010] Hinflug, iPads und erste Eindrücke

Situtationsbedingt stehen ich und Rahel gerade im AppleStore im 5th Avenue und schreiben unsere Blog-Einträge. Eigentlich war ja geplant, dass wir nach der Ankunft in NewYork direkt ein iPad kaufen gehen und wir danach unsere Erlebnisse niederschreiben können, weit gefehlt. Doch von ganz Anfang an:

Wir flogen am Sonntag um 10Uhr mit dem LX16 der Swiss nach NewYork. Der Flug war grundsätzlich ohne Probleme verlaufen, ausser ein bisschen Stress bis zum Boarding, da wir durch den Flug in die Staaten ziemlich viel kontrolliert wurden. Die Immigration in NewYork war uns mit vielen Gerüchten nicht sehr schmackhaft gemacht, von überstrengen Zollbeamten und unhöflicher Polizisten war die Rede. Doch zum Glück haben wir nichts davon erfahren und konnten das ganze Prozedere mit Fingerabdrücken, Foto und verschiedensten Kontrollen in ca. einer Stunde durchmachen. Ein lustiges Erlebnis hatten wir bei der Gepäckkontrolle: Da fragte mich der eher junge Zollbeamte in welchem Hotel wir wohnen würden, als ich ihm die Adresse gesagt habe und dass es eine Privatperson ist, welche wir nur über das Internet kennen würden, konnte er dies fast nicht glauben und sagte nur: “Be carefull”

Glücklich durch die ersten Eindrücke ging es weiter zu unserem Appartement. Wobei wir wiederum nur sehr gute Erfahrungen machten. Denn das Zug und Subway Zahlprinzip ist total unterschiedlich zu unserem: Man bezahl nicht per Strecke, sondern einfach pro betreten einer Subway Station und kann danach so viel Subway fahren bis man eine Station wieder verlässt und beim nächsten Zutritt wieder zahlen muss. Uns war dieses Prinzip eigentlich bekannt, doch beim kaufen des dazugehörigen Tickets brauchten wir trotzdem Hilfe. Zum Glück hatte es direkt bei den Ticketautomaten einen freundlichen Angestellten, welcher uns aufklären konnte. Soweit also einen der ersten Eindrücke: Die Menschen sind sehr hilfreich, aufmerksam und freundlich.

Also kamen wir nach einigen Minuten Subway und Zugfahrt in unserem Appartement an der 96St in der Upper West Side an, wo wir bereits von einem der Bewohner erwartet wurden. Wir haben uns kurz eingerichtet und gingen auch bereits wieder, um den ersten Task auf der ToDo-Liste in den Angriff zu nehmen: iPad zu kaufen. Viele von euch würden jetzt sogen: Oh my good! Doch ich wills euch erklären. Da man mit dem 3G iPad einen unbeschränkten Internet Zugang für nur einen Monat kaufen kann, haben wir uns entschieden keine SimKarte für unsere iPhones zu kaufen und dafür das iPad als Surfstation, GPS und Reiseführer zu benutzen.

Angekommen am grössten und bekanntesten Apple Store an der 5th Avenue wurden wir zuerst mal durch die vielen Leute erschlagen. Er war gerammelt voll und in der Mitte eine lange Schlange. Nach kurzer Zeit war dann klar: Es gibt nur noch WiFi und 3G iPads in der Grösse von 16GB. Da für mich nur eines in der Grösse von mindesten 32GB in Frage kommt, haben wir uns entschieden, in einem der anderen drei Apple Stores in Manhattan unser Glück zu versuchen. Doch dort war es nur noch schlimmer: Gar keine iPads mehr, dafür weniger Leute und freundliche Bedienung, welche uns dann geraten hat, das iPad zu bestellen um am schnellsten an eines zu kommen.

Da zu dieser Zeit bereits 16.00 Lokalzeit war, dies verglichen mit der Schweiz bereits 22 Uhr bedeutet und wir die Müdigkeit schon spürten, entschieden wir uns etwas zu Essen und danach den ersten und aufregenden Tag in NewYork zu beenden. Nachtessen hat es im Pulino’s gegeben, eine Empfehlung von Denis. Dort soll es anscheinend dünne und gute Pizzas geben, das waren sie dann auch, doch durch den sehr dünnen Boden haben die einen ganz speziellen Geschmack, fast nicht zu vergleichen mit den “normalen” Pizzas.

Total erschöpft kamen wir in unserem Appartement an und gingen auch direkt schlafen. Wobei wir uns zuerst mit der Hitze im Zimmer zu recht kommen musste. Zum Glück haben wir eine Klimaanlage in unserem Zimmer, so haben wir es versucht mit starkem Kühlen und danach geschlossenem Fenster um die kalte Luft nicht zu verlieren. Doch leider mussten wir um 2 Uhr morgens völlig verschwitzt realisieren, dass dies leider nicht lange gut funktioniert und die Hitze schnell zurückkommt. So haben wir die Klimaanlage über die Nacht wieder eingeschaltet, zwar ein bisschen lärmig, aber die Temperatur ist dafür perfekt. Am morgen haben wir von einem der Mitbewohner erfahren, dass es ohne dauerndes laufen der Klimaanlage wohl nicht funktionieren würde.

Relativ früh wieder aufgestanden, fuhren wir zur nächsten Empfehlung von Denis, dem Cafe Orlin um dort zu Frühstücken. Wiederum war es eine sehr interessante Erfahrung, da es hauptsächlich Standard American Breakfast gibt. Doch die probierten Pancakes, Bagels und Fruchtjoghurt waren super lecker.

Gestärkt und Lust sich zu bewegen gingen wir dem nächsten Punkt auf der ToDo-Liste nach: Fotografieren, fotografieren, fotografieren. So liefen wir die Park Avenue Richtung Uptown und haben eben: fotografiert, fotografiert, fotografiert. Unteranderem waren wir auch in der Grand Central Station, wo sich fast mehr Fotografen als Bahnreisende aufhalten. Leider hatte ich mein Fiseye und das Stativ nicht dabei, heisst wir werden also sicher nochmals dort vorbeischauen.

Und so stehen wir alos hier, im Apple Store 5th Avenue, lassen uns die vielen Erlebnisse durch den Kopf gehen lassen, während dem links und rechts völlig unterschiedliche Leute an den MacBooks und iPads surfen, schreiben, lesen und ausprobieren und immer wieder hört man aus den Gesprächen eines heraus: “Sorry, no 3G iPads on stock”.


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