[NY 2010] Fotografieren aus dem 86. Stock

From the top

Der gestrige Tag stand unter dem Motto: Gesund. Wir waren zuerst in einem kleinen Restaurant ganz in der Nähe von unserem Appartement um – wie kann es auch anders sein – american style zu Frühstücken. Das Restaurant hiess Sarabeth und servierte das Frühstück wie man es aus den Filmen kennt, gratis Filterkaffee der immer nachgeschenkt wird und reichlich gefüllte Omeletten.

Anschliessend liefen wir Richtung Downtown wo wir im Best Buy etwas für einen Kollegen besorgen mussten. Per Zufall kamen wir dabei am Apple Store Upper West Side vorbei, dem vierten Store in Manhattan. Wir konnten uns die Gelegenheit nicht nehmen und versuchten unser Glück beim kaufen eines weiteren iPads über meine Kreditkarte, zu meiner Überraschung hat dies auch anstandslos geklappt, sogar die Apple eigenen iPad Cases waren endlich an Lager.

Nachdem wir auch im Best Buy gefunden haben was wir suchten, entschieden wir uns, das sonnige Wetter im CentralPark zu geniessen. Hab ich eigentlich schon mal erwähnt, dass wir seit der Ankunft mit kurzen Hosen bei ca. 25 Grad herumlaufen? Mit der Zeit spürten wir den Hunger und so gingen wir in den gerade angrenzenden WholeFood Markt. Dies ist ein Esswarenladen, allerdings mit ausschliesslich Bio Produkten, einem riesigen Angebot an Salaten, Sushi, Gemüsebuffet, etc. Logischerweise ist er über Mittag sehr gut besucht und gefüllt, aber ein solcher Laden fehlt in Zürich definitiv, wo man gesund und artengerecht Essen kann.

So assen wir unsere Mittagessen wiederum im CentralPark. Da dieser auch einen Zoo besitzt, bekannt aus dem Film Madagascar, besuchten wir diesen. Der Zoo ist nicht sehr gross und besitzt übrigens kein Löwengehege. Der Aufbau ist ziemlich schön, so dass es einem ab und zu mal vorkommt, als wäre man auf einem Pfad durch den Urwald, doch meiner Ansicht nach besitzen die Tiere weniger Auslauf als das in der Schweiz zulässig wäre.

Wieder einmal ziemlich müde und geschlaucht von dem mittragen der Einkäufe entschieden wir uns zuerst nach Hause zu gehen und danach in der Nacht ein paar Fotos zu machen, natürlich am besten Ort wo das geht, vom höchsten Gebäude aus: dem Empire State Building. Wir fuhren zuerst nach LittleItaly, einen Stadtteil wie man ihn sich vorstellt: Hauptsächlich bestehend aus einer Strasse und ein italienisches Restaurant neben dem anderen, überall italienische Musik und Kellnern auf der Strasse, die versuchen einen zu überzeugen, dass ihr Restaurant das Beste sei. Wir haben uns für eines entschieden und bestellten Lasagne und Pizza. Leider kam damit auch die Enttäuschung, wir mussten realisieren, dass auch wenn wir in LittleItaly waren, das ganze immer noch auf Amerikanischem Boden stattfindet. So war die Lasagne von Rahel eigentlich gut, doch meine Pizza mit einem sehr weichen Boden ausgestattet und auch sonst nicht sonderlich überzeugend. Ich kann leider nicht beurteilen, ob wir einfach das falsche Restaurant gewählt hatten, oder ob es allgemein eher amerikanisch italienisches Essen gibt.

So fuhren wir an die 5th Avenue um das Empire State Building zu besuchen, leider wurde mir das mitgebrachte Stativ abgenommen, doch die Sicht vom 86. Stock aus war überwältigend, wenn auch sehr windig. Zum fotografieren ist es eigentlich gut geeignet, da es keine Scheiben und nur Gitterstäbe gibt, wenn da nicht die Beleuchtung wäre. Da das Empire State Building von unten beleuchtet wird, hat man in der Kamera super viele Reflexionen und kann keine Bilder direkt nach unten schiessen, sondern muss eher in die Weite fotografieren, doch ich denke es hat trotzdem gut geklappt.

Nach dem wir wieder den Erdboden unter den Füssen hatten, gingen wir direkt nach Hause. Auch wenn es erst 23 Uhr war, waren wir trotzdem sehr müde. Wir benützten trotz einem bisschen mulmigen Gefühl die Subway, es gab dabei aber überhaupt keine Probleme. Wie auch in Zürich würde ich nicht gerade versuchen etwas anzuzetteln, aber wie unser Mitbewohner uns schon erklährte, war es “absolutely safe”.


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